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Interkulturelle Sammlung sportlicher Spiele

6. Projekttag 2006

Interkulturelle Sammlung sportlicher Spiele


„Haft sang“ – ein Ballspiel aus dem Iran

Es werden zwei Teams mit maximal je 10 Personen gebildet. Ein Team wirft mit einem Ball aus 3 m Entfernung auf einen Stapel von 7 „Steinen“ (z. B. Bücher), der von 7 Reifen unmittelbar umgeben ist. Trifft der Werfer den Stapel, wird sein Team zu Hasen, die sich in der Halle verteilen. Das andere Team muss die 7 Steine so verteilen, dass in jedem Reifen ein Stein liegt. Erst dann darf mit dem Ball Abwurfjagd auf die Hasen gemacht werden. Wer den Ball hält, darf nicht mit ihm laufen, sondern sich nur durch Zuspiel den Hasen nähern. Die Hasen haben nun die Aufgabe, die 7 Steine wieder in der Mitte aufeinander zu legen. Gelingt ihnen dies, haben sie gewonnen. Die Jäger sollen die Hasen bei deren Bemühungen abwerfen. Jeder getroffene Hase scheidet aus. Welches Team schafft es jetzt? Legen die Hasen die 7 Steine wieder aufeinander, bevor die Jäger den letzten der Hasen abgeworfen haben? Schafft ein Team es nicht, den Stapel mit den Steinen zu treffen (jeder darf nur einmal werfen), wechseln die Gruppen die Rollen. Wenn die Jäger schneller sind als die Hasen, also alle Hasen abgeworfen haben, werden die Rollen ebenfalls gewechselt.

 

Regeln für das Fairplay-Fußballturnier an der IGS Dillingen:

Kleinfeldspiel: ca.10 x 15 Meter,
Dauer des Spiels: 7 Minuten pro Spiel
Nationalität: Jedes Team wird einem europäischen Land zugelost, welches es während des Turniers vertreten soll. Vor dem Spiel treffen sich die Mannschaften zu den Nationalhymnen.
Torgröße: bis 1,20 m breit und 0,80 cm hoch
Spieler: Insgesamt 6 Spieler pro Mannschaft (3 Jungen, 3 Mädchen),
es spielen immer 4 Feldspieler (2 J., 2M.) OHNE TORWART!!
Auswechslungen sind immer während des Spieles möglich. Es dürfen jedoch nur Junge gegen Junge bzw. Mädchen gegen Mädchen ausgewechselt werden.
Rolle der Mädchen: Ein Mädchen muss ein Tor erzielen, damit die Tore der Jungen zählen!
Teamer: Es gibt keinen Schiri. Die Rolle übernimmt der Teamer, der nur dann eingreift, wenn die Spieler nicht alleine im Rahmen einer bestimmten Zeit eine Lösung gefunden haben. Als Teamer wurden 2 Schüler des sechsten Jahrgangs ausgesucht, denen der Ablauf vorher erläutert wurde.
Dialogzone: Vor dem Spiel werden drei „Agreements“, drei zusätzliche Fair-Play-Regeln gemeinsam festgelegt. Nach dem Spiel findet eine Reflexion statt, in der beide Mannschaften gemeinsam mit dem Teamer über den Verlauf des Spiels sprechen und feststellen, ob die Regeln eingehalten wurden und das Spiel fair verlaufen ist.
Beispiele für Fair-Play-Agreements:

  • Shake Hands vor und nach dem Spiel.
  • Jungen müssen mit den Mädchen spielen und nicht um die Mädchen „herumspielen“.
  • Schimpfwörter dürfen weder für Gegner noch Mitspieler benutzt werden.
  • Gegner sollen aus der Ecke gelassen werden.
  • Bei einem Gegentor klatscht die unterlegene Mannschaft dem Gegner Beifall.
  • Dem Gefoulten muss immer geholfen werden.
  • Torschützen lassen sich nach einem Treffer auswechseln.

Punkteverteilung:

  • Gewinner bekommen 3 Punkte.
  • Bei einem Unentschieden bekommen beide Mannschaften 2 Punkte.
  • Verlierer bekommen 1 Punkt.

Beide Teams können zusätzlich bis zu 3 Fair-Play Punkte bekommen:

  • 3 Punkte, wenn alle Agreements eingehalten wurden und das Spiel durchweg fair verlaufen ist
  • 2 Punkte, wenn alle Agreements eingehalten wurden, das Spiel jedoch nicht vollkommen fair verlaufen ist (grobe Fouls, Ausdrücke...)
  • 1 Punkt wenn nur ein Teil der Agreements eingehalten wurden.

Fazit des Turniers:
Alle Schüler haben mit Begeisterung am Turnier teilgenommen. Insbesondere die Mädchen sind aufgrund dieser besonderen Regeln mit ins Spiel einbezogen worden. Die Spiele sind insgesamt sehr fair verlaufen, es gab kaum Verletzungen (bis auf einige wenige Hautabschürfungen). Der Fairplay-Gedanke stand in den meisten Fällen im Vordergrund – der Spaß am Spiel überwog im Vergleich zum „Gewinnenwollen“. Unstimmigkeiten wurden mit Hilfe der Teamer im Anschluss an die Spiele behoben; ein Eingreifen durch die Lehrpersonen war zu keiner Zeit notwendig. Hervorzuheben ist, dass am Ende des zweiten Tages die Mannschaft mit den meisten Fairplay-Punkten das Turnier gewinnen konnte.

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