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Deutsch-arabisches Seminar
Deutsch-arabisches Seminar für Koordinatoren und Lehrkräfte
Konkrete Vorbereitung von Kooperation und Austausch zwischen Schulen in Deutschland und arabischen Ländern
Karl-Heinz Köhler, Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen
Fast 30 KoordinatorInnen, SchulleiterInnen und Lehrkräfte aus arabischen Ländern und Deutschland nahmen vom 28. Juni bis 3. Juli 2004 an dem Seminar in Bonn teil, das von der Deutschen UNESCO-Kommission in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Katholischer Schulen in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland (AKS) organisiert worden war. Das Seminar wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert und ist eine erste Umsetzung der Empfehlungen der "Task Force of National Commissions for the Euro-Arab Strategy" und der UNESCO ASPnet Regional Consultation for the Arab Region vom 15. - 18.12.2003 in Abu Dhabi. Die Fortbildungsveranstaltung diente der Vorbereitung der Zusammenarbeit und des Austausches zwischen Schulen in Deutschland und arabischen Ländern. Sie war den Problemen interkulturellen Lernens, dem Umgang mit Verschiedenheit gewidmet. Es wurden auch erprobte Lösungsmöglichkeiten vorgestellt (siehe Programm). Dadurch sollte schon im Vorfeld sichergestellt werden, dass in einer zweiten Phase die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen SchülerInnen in Deutschland und arabischen Ländern wirklich erfolgreich im Sinne des gegenseitigen Verstehens und des interkulturellen Lernens ist.
 | Besuch der UNESCO-Projektschule Robert-Wetzlar-Berufskolleg in Bonn |
KoordinatorInnen, SchulleiterInnen und Lehrkräfte aus Ägypten, Jordanien, Kuwait, Libanon, Marokko, Oman, den palästinensischen Autonomiegebieten, Quatar, Sudan und Deutschland nahmen teil. Zwei Drittel der Teilnehmer kamen aus dem Bereich der unesco-projekt-schulen, ein Drittel aus dem der katholischen Privatschulen. Um viel von der Schulwirklichkeit in Deutschland zu erleben, fand die Tagung im Aloisius-Kolleg Bonn statt.
In Arbeitsgruppen wurden Arten und Themen der Projekte festgelegt, die in den nächsten Jahren gemeinsam durchgeführt werden sollen. Dabei diskutierten die TeilnehmerInnen auch, wie die zu erwartenden Probleme zu lösen sind. Außerdem erarbeitete man in Gruppen das organisatorische Vorgehen. In den Plenumssitzungen fanden die vorgestellten Vorschläge einhellige Zustimmung.
Bei Besuchen der Rundfunkanstalt Deutsche Welle (arabischsprachige Abteilung), des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des UN-Sekretariats der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung wurden konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit bzw. Unterstützung im Hinblick auf die Kooperation und den Austausch zwischen Schulen in arabischen Ländern und in Deutschland erörtert, wobei sich sehr positive Perspektiven eröffneten.
Mit Vorträgen zum interkulturellen Lernen, zum Verhältnis zwischen Christen und Muslimen, zu den Themen Bildung, Schulsystem und Jugendkultur in Deutschland wurden Grundlagen für die geplante Zusammenarbeit und den Austausch gelegt. Frau Eitze-Schütz, Leiterin des Pädagogischen Austauschdienstes der KMK, referierte über Schüleraustausch in Europa. Hospitationen im Robert-Wetzlar-Berufskolleg Bonn, einer UNESCO-Projektschule, und im Aloisiuskolleg Bad Godesberg sowie Führungen durch das Haus der Deutschen Geschichte und den Kölner Dom, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ergänzten die Theorie. Außerdem wurde auch das deutsch-arabische Schülerzeitungsprojekt der Deutschen UNESCO-Kommission vorgestellt und in die gemeinsamen Planungen einbezogen.
Die Stadt Bonn gab für die TeilnehmerInnen im Rathaus einen Empfang, bei dem Bürgermeister Wolfgang Hürter die KoordinatorInnen und Lehrkräfte in der Stadt Bonn herzlich willkommen hieß. Am Ende der sehr arbeitsreichen Woche verließen die TeilnehmerInnen aus den arabischen Ländern Deutschland mit konkreten Plänen, die von dem Seminar für die künftige Zusammenarbeit und den Austausch erarbeitet worden sind, und mit Absprachen zwischen Lehrkräften zur Umsetzung dieser Pläne.
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