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3. Projekttag 2000
3. Internationaler Projekttag der deutschen unesco-projekt-schulen
"Nachhaltige Entwicklung - Wege zu einer Kultur des Friedens"
Der 3. Internationale Projekttag der unesco-projekt-schulen am 5. Juni 2000 stand unter dem Motto "Nachhaltige Entwicklung - Wege zu einer Kultur des Friedens". An diesem Tag machten Schüler und Schülerinnen der weltweit 6000 unesco-projekt-schulen auf die Agenda 21 ("Global denken - lokal handeln") aufmerksam und präsentierten Unterrichtsprojekte zur nachhaltigen Entwicklung. Höhepunkt des Projekttages in Deutschland war eine öffentliche Großveranstaltung in Leipzig, auf der die Ergebnisse der weltweiten Projektarbeit vorgestellt wurden.
Der 3. Internationale Projekttag war ein Gemeinschaftsvorhaben der Deutschen UNESCO-Kommission mit der "Aktion Saubere Landschaft". Er wurde von der Bielefelder Projektgruppe für die weltweit 6000 Schulen des Associated Schools Project der UNESCO koordiniert. Die Schirmherrschaft hatte der Sächsische Staatsminister für Kultus, Dr. Matthias Rößler, übernommen.
"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." So hatte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung unter Leitung von Gro Harlem Brundtland Nachhaltigkeit definiert. Acht Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio (1992) hatte das Konzept der nachhaltigen Entwicklung breite Zustimmung gefunden. In der Präambel der Agenda 21 hieß es: "Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte... Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es gelingen, die Deckung der
Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz der Ökosysteme und eine gesicherte Zukunft zu gewährleisten in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist."
Schon im Vorfeld des Projekttages hatten sich Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen mit den Themen "Nachhaltige Entwicklung" und "Agenda 21" beschäftigt. Sie leisteten so ihren Beitrag zum Lernen für die Welt von morgen und zur Gestaltung der Globalisierung.
Am Vormittag fand auf dem Leipziger Burgplatz ein Seminar zur Agenda 21 statt. An dieser öffentlichen Veranstaltung nahmen Gäste aus Frankreich, Polen und Frankfurt am Main teil. Die Ergebnisse der weltweiten Projektarbeit wurden dort vorgestellt. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentierten Schulen, Vereine und Organisationen ihre Projekte. Bei einer Internet-Chat-Konferenz mit den unesco-projekt-schulen wurden Informationen und Ergebnisse per modernster Medien international ausgetauscht. Auf der Bühne wurde ein interkulturelles Programm mit Musik und Tanz geboten. Zum Abschluss des Bühnenprogrammes ließen Kinder Luftballons mit Wünschen für das neue Jahrtausend aufsteigen. Besondere Höhepunkte am Projekttag waren der Einlauf der Staffelläufer und die Übergabe des Staffelholzes an die Leipziger unesco-projekt-schulen, begleitet von Hoffnungen und Wünschen der Schüler und Schülerinnen für eine lebenswerte Zukunft im Sinne der Agenda 21.
Eine Sammelaktion für eine Baumpflanzung am Cospundener See im Herbst 2000 und ein spielerischer"Abfallkrimi" waren weitere Highlights. "Hugo, Egon und die Detektive" lautete der Titel des spannenden Krimis, den die "Aktion Saubere Landschaft" gemeinsam mit der Duales System Deutschland AG veranstaltete. Die Kinder konnten in die Rolle kleiner Detektive schlüpfen und auf die Spurensuche nach "gestohlenen Wertstoffen" gehen. In einer Kriminalgeschichte setzten sich die Kinder spielerisch mit den Themen Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Recycling auseinander. Durch Fühlen, Hören, Sehen, Raten und Kombinieren sollten sie gemeinsam mit den Maskottchen "Hugo Tonne" und "Egon, der Sack" an verschiedenen Spielstationen Hinweise sammeln, die zum Fund der "gestohlenen Wertstoffe" führen.
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