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1. Projekttag 1996

1. Internationaler Projekttag der deutschen unesco-projekt-schulen
"10 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl"


Der 1. Internationale Projekttag am 26. April 1996 wurde auf der 29. Jahrestagung der unesco-projekt-schulen 1994 beschlossen. Es wurde der Aufruf zum "Internationalen Projekttag der Solidarität am 26. April 1996 - 10 Jahre nach Tschernobyl" erarbeitet, der weltweit über das Netzwerk der damals 3700 UNESCO Associated Schools verbreitet wurde.

Es konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen, welche Eigendynamik sich aus diesem Projekt entwickeln würde, und doch war es kein Zufall, dass LehrerInnen und SchülerInnen an über 1200 Schulen in 64 Ländern am 26. April 1996 einen besonderen Schultag erlebten.

Dass das Netzwerk der unesco-projekt-schulen eine Basis sein kann für eine weltweite Vernetzung gleichgesinnter Schulen, Institutionen und Einzelpersonen, wurde so noch nie bestätigt. Die Freisetzung dieses Potentials an Ideen und Energien und das Beleben internationaler und nationaler Kontakte ist den OrganisatorInnen gelungen. An diesem Internationalen Projekttag wurden die Menschenrechte und das Bewahren unserer Umwelt, das Akzeptieren der anderen und der Einsatz gegen Armut und Elend gelebt.

Organisiert wurde dieser Tag von Lehrenden und Lernenden aus dem Oberstufen-Kolleg und der Laborschule Bielefeld. Unterstützt wurde der Projekttag auch von allen Kultusministerien in Deutschland.

Das gesamte Schuljahr über befassten sich Lehrende und Lernende mit dem Thema "10 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl". Hierbei entstanden in den verschiedenen Schulen unterschiedliche Schwerpunkte. In Burg auf Fehmarn z.B. gestaltete das Insel-Gymnasium eine Mitmach-Ausstellung, die Verdrängtes hervorholen und alte Denkgewohnheiten aufbrechen sollte. Einen anderen Zugang zu dem Thema fand die Hermann-Gmeiner-Hauptschule in Dormagen. In dieser Schule wurde unter anderem der Versuch gestartet, mit einem Solarkocher, unter Zuhilfenahme eines Parabolspiegels, Sonnenstrahlen zu bündeln und damit Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen.

Schüler halten Luftballons in den HändenEine ganz andere Aktion unternahm das Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern. Über dieser Schule ist durch Luftballons, die in den Himmel stiegen, eine Solidaritätswolke entstanden.
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