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44. Jahrestagung der UNESCO-Projektschulen
20.-23.9.2009 in Lutherstadt Wittenberg

„Werte – Handeln – Zukunft“

Konzept

Die deutschen UNESCO-Projektschulen gehören zum Schulnetz der UNESCO mit derzeit ca. 8000 Schulen weltweit. Sie widmen sich im Sinne der Zielsetzungen der UNESCO der Menschenrechts-, Demokratie- und Friedenserziehung, dem interkulturellen sowie globalen Lernen und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zentrale Bedeutung für die Arbeit in den Schulen haben Begegnungen und Projekte von Jugendlichen und Lehrenden auf nationaler und internationaler Ebene sowie Kooperationen mit gesellschaftlichen Akteuren. Die wichtigste Veranstaltung in diesem Zusammenhang ist die Jahrestagung, an der etwa 160 Personen - meist Lehrkräfte, aber auch Schüler(innen) - aus dem gesamten Bundesgebiet sowie internationale Gäste teilnehmen.

Für jede Jahrestagung wird ein inhaltlicher Schwerpunkt festgelegt. Die UNESCO-Projekt-schulen haben das Thema „Werte – Handeln - Zukunft“ für ihre 44. Jahrestagung vom 20. bis 24. September 2009 in Lutherstadt Wittenberg gewählt. Einerseits fordert das Thema eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft, wobei vor allem im Sinne der Zielsetzungen der UNESCO internationale Verständigung, Dialog der Kulturen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratieerziehung sowie Menschenrechtsbildung im Zentrum stehen.  Bei dem Thema geht es andererseits um wichtige Elemente der deutschen Vergangenheit, beginnend mit der Auseinandersetzung um bisher vernachlässigte Aspekte der nationalsozialistischen Herrschaft sowie des 2. Weltkrieges  bis hin zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR im 20. Jahr der Wiederkehr des Mauerfalls. Zu den Grundsätzen der UNESCO-Projektschulen gehört es, sich im Zeitalter der Globalisierung mit den damit zusammenhängenden Problemen auseinander zu setzen, die eigene Verantwortung in diesem Zusammenhang zu erkennen und sich ihr im Sinne von Handlungsorientierung zu stellen. Das bedeutet vor allem, Konzepte im Hinblick auf die Vermittlung und den Erwerb der Kompetenzen zu entwickeln und zu reflektieren, die in der globalisierten Welt notwendig sind.

Die Jahrestagung ist eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte, vermittelt den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern Informationen und Problembewusstsein und ist gleichzeitig ein Forum des Austausches und gemeinsamer Planung in Bezug auf die Arbeit der UNESCO-Projektschulen in den nächsten Jahren. In diesen Austausch werden auch Koordinator(inn)en des UNESCO-Schulnetzes im Ausland einbezogen. Es sind Grundsatzreferate vorgesehen. Der Schwerpunkt der Jahrestagung liegt aber auf den Arbeitsgruppen. Ziel ist es, auf der Basis bereits gewonnener Erfahrungen konkrete Konzepte für die Arbeit in den Schulen in Kooperation mit Experten zu diskutieren, zu optimieren  bzw. zu erstellen.  Dies soll in folgenden Arbeitsgruppen geschehen:

  1.  Gedankenexperimente durchführen – Ideen entwickeln zu Ethik, Gesellschaft und Zukunft
  2. „Unsere Opfer zählen nicht“: Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg – Ein vergessenes Kapitel der Geschichte und seine Bedeutung für die Gegenwart
  3. Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung
  4. Die deutsche Tätergesellschaft im Nationalsozialismus und deren Reflexion in der Nachkriegszeit
  5. Werte – Handeln –  Zukunft gestalten: Drei Welterbestätten im Unterricht
  6. Am Ende des fossilen Zeitalters. Alternativen
  7. Bioethik und die Technologien von morgen – Junge Menschen als Teilnehmer am Diskurs
  8. Wertevermittlung in der frühkindlichen Bildung
  9. ZEIT-NETZ WITTENBERG: Objekte, Skulpturen und Installationen, die Zeitgeschichte des Standorts widerspiegeln
  10. Schüler-AG an der Malschule der Lucas-Cranach-Stiftung
  11. 8. Internationaler Projekttag der UNESCO-Projektschulen 2010: Unser Handeln – unsere Zukunft
  12. „Feind ist wer anders denkt“: Das Ministerium für Staatssicherheit  - Materialien für Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung im Unterricht

 

Die Ergebnisse werden im Newsletter der UNESCO-Projektschulen veröffentlicht und somit nicht nur allen Schulen des UNESCO-Schulnetzwerkes in Deutschland zur Verfügung gestellt sondern auch Schulen außerhalb des Netzwerkes und Multiplikatoren in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Aufsätze, Unterrichtseinheiten und Projektbeschreibungen werden außerdem über die Homepage der UNESCO-Projektschulen (www.ups-schulen.de) allgemein zugänglich sein. Durch diese Maßnahmen und darüber hinaus durch Kooperationsbeziehungen der UNESCO-Projektschulen mit Bildungseinrichtungen außerhalb des Netzwerkes werden die Ergebnisse der Jahrestagung verbreitet und zu einem wirksamen innovativen Impuls im Bildungssystem.

Eine Evaluation der Veranstaltung wird im Rahmen der anschließenden Tagung der Regional-koordinator(inn)en der UNESCO-Projektschulen und ihrer Ansprechpartner(innen) in den Kultusministerien und mit Hilfe eines Fragebogens für die Tagungsteilnehmer(innen) durch-geführt. 

 

 

 

 
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