| >> Jahrestagungen / 44. Jahrestagung 2009 | |||||||||
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44. Jahrestagung der UNESCO-Projektschulen
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„Werte – Handeln – Zukunft“ |
Exkursionen
Exkursion 1: Gartenreich Wörlitz
Das seit 2000 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestufte Gartenreich Wörlitz in der Nähe von Dessau war der erste große Landschaftspark in Deutschland. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittelelbe gelegen, gehört die Anlage bis heute zu den größten und schönsten Beispielen deutscher Kulturlandschaft.
Das Gartenreich wurde Ende des 18. Jahrhunderts auf Bemühungen des aufgeklärten Fürsten Leopold III Friedrich Franz von Anhalt-Dessau angelegt, der im Zuge umfangreicher Reformen im Land auch eine Wende in der Landschaftsgestaltung und im Schlösserbau erwirkte. In Anlehnung an den Englischen Landschaftspark gilt das Gartenreich Wörlitz dabei als beispielhafte Umsetzung englischer Landschaftsgestaltung in Verbindung mit klassizistischer und neugotischer Formensprache auf deutschem Boden. Es ist ein Gesamtkunstwerk, in dem Landschaft, Architektur und Bildende Kunst in untrennbarer Verbindung stehen. Zahlreiche Schlösser und ihre Kunstsammlungen, Gärten und Seen laden zum Wandern und Entspannen an einem Ort ein, in dem Natur, Kunst und Bildung eine Einheit bilden.
Exkursion 2: Bauhaus Dessau
In einer zweistündigen Führung besichtigen Sie das Bauhaus Dessau und die Meisterhäuser. Das Bauhaus bzw. die Hochschule für Gestaltung war eine der ersten und vor allem wichtigsten modernen Kunst-, Design- und Architekturschulen des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1919 und 1933 versammelten sich hier einige der herausragenden Künstler und Architekten ihrer Zeit und stellten alle damals herrschenden Vorstellungen von Ästhetik in Frage. Künstler wie Kandinsky, Feininger oder Klee wirkten hier. Die Bedeutung des Bauhauses lag im Kern darin, dass mittels eines neuen theoretischen Lehransatzes Künstler, Handwerker und Architekten hier zusammenarbeiteten. Und indem sie Technik und Kunst vereinten, entwarfen sie einen Stil, der bis auf das zeitgenössische Design nachwirkt.
Die fast baugleichen Meisterhäuser, in denen ab 1926 Gropius, László Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee u.a. einzogen, spiegeln in ihrer Farbgebung und Inneneinrichtung mitunter individuelle Ideen der einzelnen Künstler wider. So beispielsweise das Meisterhaus Kandinsky, das eine eigene intensive Farbgebung besitzt. Nach der Schließung des Bauhauses im Jahre 1932 durch die Nationalsozialisten wurden die Häuser vermietet. Infolge des Kriegs wurden das Direktorenhaus und das Haus Moholy-Nagy fast vollständig zerstört. Die erhaltenen Meisterhäuser wurden seit 1992 saniert. 1996 wurden das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser von der UNESCO auf die Weltkulturerbe gesetzt.
Exkursion 3: Auenhaus, Biosphärenreservat Mittelelbe
Das Biosphärenreservat Mittelelbe erstreckt sich heute mit einer Gesamtlänge von mittlerweile 400 Kilometern und einer Fläche von über 125.000 Hektar über mehrere Bundesländer und ist somit das größte Biosphärenreservat in Deutschland. Das Schutzgebiet umfasst die Elbe, ihre Nebenflussmündungen sowie ihre Auengebiete und reicht von Pretzsch am westlichen Elbufer bis zur Flussmündung in die Nordsee bei Geesthacht. Seit 1979 wird hier in wachsender Erweiterung ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen zum Schutze des Lebensraumes von vielen Pflanzen und Tieren verfolgt und Raum für Umweltforschung und -bildung geboten. Das Konzept des Biosphärenreservats wurde 1970 im Rahmen des Wissenschaftsprogramms der UNESCO ins Leben gerufen. In Deutschland gibt es mittlerweile 13 solcher komplexen Ökosysteme, die Natur- und Landschaftsschutzgebiete und auch Wohn- und Wirtschaftsflächen umfassen.
Eine Besonderheit im Biosphärenreservat Mittelelbe sind die Biber, auch Symboltier des Biosphärenreservats, deren Ausrottung vor allem dank der Naturschutzmaßnahmen vor Ort verhindert worden ist, so dass viele Biber heute verstärkt entlang der Elbe leben. Als größtes zusammenhängendes Auenwaldgebiet Mitteleuropas birgt das Reservat außerdem für viele Vogelarten Brutplätze und sind seltenen und gefährdeten Vogelarten Rast- und Nahrungsstätte.
Sie besuchen das Informationszentrum Auenhaus und laufen den Lehr- und Erlebnispfad entlang vorbei an Sprunggruben, Taststrecken und einem Kiefernlabyrinth bis zur Biberfreianlage.
Exkursion 4: Lutherstadt/Wittenberg: Eine Stadt und ihre Geschichte
Sie besuchen die Originalschauplätze der Reformation. Ihr Rundgang führt Sie durch die Altstadt Wittenbergs. Sie sehen die Schlosskirche mit der berühmten Thesentür. Sie besuchen die ehemaligen Wohnräume des Kurfürsten Friedrichs des Weisen, welcher als der Beschützer Luthers in die Geschichte einging, im Südturm des Wittenberger Schlosses.
Es sind dort außergewöhnliche Exponate aus der Stadtgeschichte Wittenbergs zu sehen. In Ihrem Rundgang ist weiterhin die Besichtigung der Schloßkirche eingegliedert (Gesamtdauer 2 h).
Exkursion 5: Lutherstadt/Wittenberg: Auf den Spuren Luthers
Auf den Spuren Martin Luthers und anderer berühmter Persönlichkeiten
Besuchen Sie die Originalschauplätze der Reformation! Sehen Sie die historische Altstadt Wittenbergs mit ihrer Schlosskirche und der berühmten Thesentür. Bummeln Sie durch Straßen, die auch Luther und seine Mitstreiter schon durchschritten haben.
Die Besichtigung umfasst auch einen Besuch des Lutherhauses (Gesamtdauer 2h).
