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43. Jahrestagung der UNESCO-Projektschulen
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„Die Vergangenheit aufarbeiten – |
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Unter dem Titel “Die Vergangenheit aufarbeiten – die Gegenwart gestalten – die Zukunft verantworten“ fand vom 21. bis 25. September 2008 die 43. Jahrestagung des Netzwerks der deutschen UNESCO-Projektschulen in Leipzig statt. Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler der 190 deutschen UNESCO-Projektschulen, Vertreter der Kultusministerien und UNESCO-Projektschulkoordinatoren aus anderen Ländern setzten sich mit dem Thema aus schulischer Perspektive auseinander.
Die Jahrestagung wurde am Sonntag, 21. September im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig eröffnet. Der ehemalige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR Dr. Joachim Gauck hielt den Festvortrag “Aufarbeitung der Vergangenheit – Last oder Gewinn?“ Dabei stellte er in einer fulminanten Rede den Bezug zu den Ereignissen im Herbst 1989 in Leipzig her. Er setzte sich mit der Aufarbeitung der Geschichte in beiden Teilen Deutschlands auseinander und unterstrich die Bedeutung, die Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung in unseren Schulen auch weiterhin haben muss. Er verstand es, Ost und West gleichermaßen anzusprechen und plädierte für mehr Verständnis im Umgang miteinander.
Staatssekretär Hansjörg König vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus,
Professor Thomas Fabian, Bürgermeister der Stadt Leipzig für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule und Herr Max Maldacker, Referatsleiter für Multilaterale Kultur- und Medienbeziehungen im Auswärtigen Amt richteten Grußworte an die Festversammlung.
Der ehemalige Bundeskoordinator für das deutsche UNESCO-Projektschulnetzwerk, Dr. Karl-Heinz Köhler übergab den symbolischen Staffelstab an seinen Nachfolger Volker Hörold.
Herr Otto Herz, Reformpädagoge aus Bielefeld hielt am Montagmorgen den Impulsvortrag. Er betonte, dass eine Vielfalt der Kulturen sich auch an den Schulen widerspiegeln müsse. Weiterhin regte er an, aus Schulen Beispielhäuser der Nachhaltigkeit und der Zivilcourage zu machen.
In den dreitägigen Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer mit Experten und entwickelten mit ihnen Unterrichtskonzepte, die von den UNESCO-Projektschulen als Multiplikatoren in ganz Deutschland verbreitet und auch Schulen außerhalb des Netzwerkes zur Verfügung gestellt werden. Im Abschlussplenum am Mittwoch wurden die wichtigsten Ergebnisse bereits vorgestellt. Sie werden in den nächsten Wochen in geeigneter Form der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht
An der Veranstaltung nahmen auch Koordinatoren des UNESCO-Schulnetzwerks aus Ungarn, der Schweiz und erstmals aus der Republik Korea teil.
Die Tagung wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus unterstützt. Weitere Kooperationspartner waren das Museum Runde Ecke in Leipzig, das Zeitgeschichtliche Forum, das Institut für Sorabistik der Universität Leipzig, das Institut für Wissenschaft und Ethik Bonn und das Religionspädagogische Zentrum in Heilsbronn.
