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Euro-Afrikanischer Workshop in Berlin

 

Euro-Afrikanischer Dialog

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Im November 2009 trafen sich zum ersten Mal Schulkoordinatoren aus Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Lesotho, Swaziland, Polen und Deutschland, um im Rahmen des UNESCO-Schulnetzwerks Projekte der Bildung für Nachhaltige Entwicklung vorzustellen und zu  diskutieren. Es galt, gemeinsame Ziele zu definieren und zu ergründen, wie der Begriff der Nachhaltigkeit weiter in das Bewusstsein der Menschen in den teilnehmenden Ländern gerückt werden kann. Gleichzeitig ging es darum, effektive Kommunikationswege zu finden, die es ermöglichen, sich gegenseitig über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und von Fortschritten der anderen Netzwerkteilnehmer zu profitieren. Auf diese Weise sollten die bestehenden Beziehungen zwischen den Ländern des südlichen Afrikas und Deutschlands intensiviert und auf ein höheres Niveau gehoben werden.

In einer ersten Phase stellte  die UNESCO-Projektschule Schillergymnasium Münster ihr Netzwerk Solar Net International vor ( download), mit dessen Hilfe Jugendliche aus allen Kontinenten sowohl globale interkulturelle Aktivitäten koordinieren als auch lokale Bildungs-, Umwelt- und Hilfsprojekte vorbereiten und durchführen. In der zweiten Ausgabe der Good Practices - Education for Sustainable Development 2009 der internationalen Koordination der UNESCO-Schulen wurde Solar Net International als deutscher Beitrag zur BNE vorgestellt. Der Workshop Intercultural Learning and Media Competence zeigte den Teilnehmern in praktischer Arbeit die weitgehenden Möglichkeiten moderner Kommunikationsformen zur Umsetzung der UNESCO-Bildungsziele auf (  download)
Die Zusammensetzung der Workshopgruppe war sehr heterogen, sowohl was die Umsetzung allgemeiner UNESCO-Ziele in den Schulen, als auch was das Verständnis des komplexen Nachhaltigkeitsbegriffs im Besonderen angeht. In einer zweiten Arbeitsphase tauschten sich die Teilnehmer darüber aus, welche Rolle Nachhaltigkeit und Bildung für Nachhaltige Entwicklung in ihren Ländern bzw. ihren Schulen spielen und warum Nachhaltigkeit ein Thema ist, das für die nächsten Jahre entscheidend für die Entwicklung unserer Gesellschaften sein wird. Euro-Afrikanischer Dialog
Dr. Alexander Leicht von der Deutschen UNESCO-Kommission in Bonn hielt den Vortrag Education for Sustainable Development – Learning to live responsibly.
Im Anschluss stellten die Teilnehmer in kleinen Gruppen Projekte aus dem Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor, die sich besonders in der Praxis bewährt haben. Es wurden danach in größeren Gruppen die positiven und problematischen Aspekte dieser Projekte zusammengetragen, um die Erfahrungen zu verallgemeinern und Schlussfolgerungen für zukünftige Projektarbeiten ziehen zu können.
Den größten Raum nahm die Diskussion darüber ein, wie Schulen das Thema Nachhaltigkeit in ihrer täglichen Arbeit angehen sollten. Die teilnehmenden Lehrer erarbeiteten Maßnahmen, die sich an den Punkten

  • erwünschte Ergebnisse,
  • Zielgruppen,  
  • potentielle Partner,
  • notwendige Ressourcen,
  • Finanzierung,
  • praktische Umsetzung und
  • Evaluierung
  • orientierten.
    Die erarbeiteten Maßnahmepläne wurden während der Abschlussveranstaltung vorgestellt und erläutert.

    Euro-Afrikanischer Dialog

    Ein zusammenfassender Katalog wird von der Bundeskoordination erarbeitet und allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

    Die Schulkoordinatoren beschlossen, an ihren Schulen noch in diesem Jahr neue Nachhaltigkeitsprojekte zu beginnen. Die in Berlin gewonnenen Erkenntnisse sollen genutzt und die anderen Partner mittels einer zu diesem Zweck geschaffenen Internetplattform regelmäßig über die jeweiligen Entwicklungsstände  informiert werden. Diese Plattform dient also dem Erfahrungsaustausch aber auch der Vermittlung von Unterstützung (http://unesco2009.yolasite.com). Die Projektlaufzeit ist von November 2009 bis Dezember 2010 vorgesehen. Der internationale Projekttag der deutschen UNESCO-Projektschulen im April 2010 wird zum Anlass genommen, eine erste größere Zwischenauswertung der laufenden Projekte vorzunehmen.

    Mit der neu geschaffenen Internetplattform werden die Projekte begleitet, die das Thema der Bildung für Nachhaltige Entwicklung auf die Agenda der beteiligten Schulen bzw. deren Partner setzen. Ein weiteres Ergebnis war die Stärkung sowohl des Nord-Süd-, als auch des Süd-Süd-Dialogs. Der Workshop und der intensive Austausch in den multinationalen Arbeitsgruppen führten zu der Erkenntnis, dass ohne Vorurteile alle Seiten voneinander lernen können.
    Die Orientierung an den UNESCO-Zielen stärkte den Wunsch, Projektarbeit unter dem gemeinsamen Dach der UNESCO Associated Schools fortzuführen, von den Erfahrungen anderer Schulen zu profitieren und somit das Schulnetzwerk noch stärker als bisher für die lokale Arbeit zu nutzen. Dieser Wunsch wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einem Berlin Blueprint ( download) ausgedrückt.

    Für Dezember 2010 ist ein weiterer Workshop in Namibia geplant, der neben der Evaluation der Jahresprojekte das Ziel hat, das Konzept der Bildung für Nachhaltige Entwicklung aus der eigenen Schule heraus in die Kommune zu tragen. Es werden Unterrichtskonzepte erarbeitet, die sowohl die Vielfalt der einzelnen Länder als auch die Gemeinsamkeiten im Netzwerk widerspiegeln.

    Euro-Afrikanischer Dialog

    Damit wird dieses neue Schulnetzwerk  sowohl der Umsetzung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung als auch der Erhöhung der interkulturellen Kompetenz der beteiligten Schulen dienen.

    Es zeigte sich am Ende der Tagung, dass die UNESCO-Schulnetzwerke in den einzelnen Teilnehmerländern mit der Unterstützung der jeweiligen Nationalkommissionen sehr effektiv darin sind, die Ziele der UNESCO sichtbar zu machen. Je stärker die UNESCO-Schulnetzwerke sind, desto besser sind die UNESCO-Ziele in der interessierten Öffentlichkeit präsent.

     english version

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    email: bundeskoordination@asp.unesco.de